Junger Kammerchor gab in der Klosterkirche ein umjubeltes Konzert - "Nordische Chormusik" (RNZ)
Lobbach-Lobenfeld. (tri) „Herzlichen Glückwunsch, Mathias, das war super!“ Viel Lob konnte der Dirigent des Jungen Kammerchors Rhein- Neckar, Mathias Rickert, am Ende des Konzerts in der Klosterkirche entgegennehmen. Denn mit einer außergewöhnlichen Chormusik in sphärischem Klang und farbiger Wärme beigeisterte die „Nordische Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts“.
Weit über 100 Zuhörer aus der Region waren vom Konzert begeistert. Zeitgenössische skandinavische und baltische Choräle gaben den Schwerpunkt der Chorliteratur. Jubel brandete am Konzertende für die jungen Sängerinnen und Sänger auf und über persönliche Glückwünsche freute sich Dirigent Mathias Rickert, der den vielfach mit Landespreisen ausgezeichneten Kammerchor 2001 gegründet hatte.
Seine Mitglieder kommen aus Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Heilbronn und Mosbach zu regelmäßigen Probenwochenenden nach Sinsheim. Doch es war das erste Mal, das die Musiker in der Vierung der Klosterkirche Aufstellung nahmen. Zu diesem Konzert hatten sie sich ganz spontan vor dem Start ihrer Konzertreise nach Finnland entschieden. Zur Einstimmung ertönte „Wer die Musik sich erkiest“ nach Martin Luther und einem Satz von Hugo Distler, in dem der Sopran sogleich seine Stärke in Präzision, Helligkeit und Klarheit vermittelte. In dem Choral von Johann Hermann Schein „Die mit Tränen säen“ zelebrierte der Chor ein großes Volumen und sang mit Strahlkraft, weich betont die Alt und Männerstimmen. Bis zu achtstimmig wurden die Choräle harmonisch in Einklang gebracht. In Englisch gesungen lernten die Zuhörer sodann den Lebensbaum von Jesus in Noten desKomponisten Arvo Pärt kennen. Jesus Vorfahren wurden in „Which was the son of …“ nach Lukas 3, 23-38, musikalisch dargebracht. „Man hielt Jesus für den Sohn Josefs, die Vorfahren Josefswaren“, so begann eine lange gesangliche Aufzählung bis hin zu Adam. Die Lobpreisungen mit „Benedicamus“ und „Laudate Dominum“ sowie „Lux aurumque“ gingen ans Herz und erhoben sich zu Gebeten, bevor der Chor mit dem Gospel „My soul’s been anchored“ von Moses Hogan schwungvoll und mit viel Rhythmus ganze andere Akzente setzte. Mit dem Abendlied von Josef Gabriel Rheinberger und dem irischen Segenslied in modernen Sätzen als Zugabe verabschiedeten sich die sympathischen Musiker von ihrem Publikum.
